Optimale N-Gabe für Weizen berechnen
Winterweizen ist Deutschlands wichtigste Ackerkultur mit über 3 Millionen Hektar jährlich. Die richtige Stickstoffgabe ist entscheidend für die Rentabilität.
Die Ertragsresponse-Kurve
Weizen reagiert auf Stickstoff mit abnehmendem Grenzertrag. Die ersten 50 kg N/ha können 15 dt/ha Mehrertrag bringen, die letzten 50 kg (z.B. von 200 auf 250 kg N/ha) nur noch 2–3 dt/ha.
Das ökonomische Optimum finden
Das ökonomische Optimum liegt dort, wo:
Grenzerlös aus Getreide = Grenzdüngerkosten
In der Praxis bedeutet das:
- Bei Weizenpreis 20 €/dt und N-Kosten 1,00 €/kg: Optimum bei ca. 200 kg N/ha
- Bei Weizenpreis 20 €/dt und N-Kosten 1,50 €/kg: Optimum sinkt auf ~170 kg N/ha
- Bei Weizenpreis 25 €/dt und N-Kosten 1,00 €/kg: Optimum steigt auf ~215 kg N/ha
Anpassungen für Standortbedingungen
- Hohe Nmin-Werte (>40 kg N/ha): Gabe um den Nmin-Betrag reduzieren
- Vorfrucht Leguminosen: 20–40 kg N/ha Kredit abziehen
- Späte Wachstumsstadien (BBCH >37): Spätgaben reduzieren
- Trockenstress: Niedrigere Ertragserwartungen senken das N-Optimum
Aufteilungsstrategie
Für Winterweizen ist in Deutschland eine Dreiteilung üblich:
- Erste Gabe (BBCH 21–25): 40–60 kg N/ha zur Bestockung
- Zweite Gabe (BBCH 30–32): 50–80 kg N/ha zum Schossen
- Dritte Gabe (BBCH 37–49): 40–60 kg N/ha zur Kornfüllung/Proteinbildung
NRate für Weizen nutzen
NRate automatisiert diese gesamte Berechnung. Geben Sie aktuelle Weizen- und Düngerpreise, Nmin-Messung, Wachstumsstadium und Standort ein.