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Kulturen & StrategieWeizen & N-Gabe
1. März 20266 Min. Lesezeit

Optimale N-Gabe für Weizen berechnen

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Bestimmung der gewinnmaximierenden Stickstoffgabe für Winterweizen.

Optimale N-Gabe für Weizen berechnen

Winterweizen ist Deutschlands wichtigste Ackerkultur mit über 3 Millionen Hektar jährlich. Die richtige Stickstoffgabe ist entscheidend für die Rentabilität.

Die Ertragsresponse-Kurve

Weizen reagiert auf Stickstoff mit abnehmendem Grenzertrag. Die ersten 50 kg N/ha können 15 dt/ha Mehrertrag bringen, die letzten 50 kg (z.B. von 200 auf 250 kg N/ha) nur noch 2–3 dt/ha.

Das ökonomische Optimum finden

Das ökonomische Optimum liegt dort, wo:

Grenzerlös aus Getreide = Grenzdüngerkosten

In der Praxis bedeutet das:

  • Bei Weizenpreis 20 €/dt und N-Kosten 1,00 €/kg: Optimum bei ca. 200 kg N/ha
  • Bei Weizenpreis 20 €/dt und N-Kosten 1,50 €/kg: Optimum sinkt auf ~170 kg N/ha
  • Bei Weizenpreis 25 €/dt und N-Kosten 1,00 €/kg: Optimum steigt auf ~215 kg N/ha

Anpassungen für Standortbedingungen

  • Hohe Nmin-Werte (>40 kg N/ha): Gabe um den Nmin-Betrag reduzieren
  • Vorfrucht Leguminosen: 20–40 kg N/ha Kredit abziehen
  • Späte Wachstumsstadien (BBCH >37): Spätgaben reduzieren
  • Trockenstress: Niedrigere Ertragserwartungen senken das N-Optimum

Aufteilungsstrategie

Für Winterweizen ist in Deutschland eine Dreiteilung üblich:

  1. Erste Gabe (BBCH 21–25): 40–60 kg N/ha zur Bestockung
  2. Zweite Gabe (BBCH 30–32): 50–80 kg N/ha zum Schossen
  3. Dritte Gabe (BBCH 37–49): 40–60 kg N/ha zur Kornfüllung/Proteinbildung

NRate für Weizen nutzen

NRate automatisiert diese gesamte Berechnung. Geben Sie aktuelle Weizen- und Düngerpreise, Nmin-Messung, Wachstumsstadium und Standort ein.

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