Stickstoffdüngung bei Alexandrinerklee: Starter-N und BNF einjähriger Zwischenfrüchte
Alexandrinerklee (Trifolium alexandrinum) ist eine einjährige warmjahreszeit-Leguminose, hauptsächlich als Sommer-Zwischenfrucht in deutschen Betrieben eingesetzt, besonders im trockeneren Rheinland und in Süddeutschland. Als Jahrespflanze mit einer Vegetationszeit von nur 8–12 Wochen ist die BNF-Akkumulation zwangsläufig geringer als bei mehrjährigen Kleesorten – aber sie kann noch immer einen sinnvollen N-Beitrag zur Fruchtfolge leisten.
N-Dynamik und BNF-Potenzial
LfL Bayern IB 1 (2022) und Helios et al. (2017, J. Elementology 22) berichten BNF-Potenzial für Alexandrinerklee von 60–110 kg N/ha in der kurzen Vegetationszeit – erheblich weniger als Rotklee, aber noch nützlich. Der entscheidende Unterschied zur mehrjährigen Kleesorte ist die Knöllchenbildungsverzögerung: Rhizobium-Infektion und Knöllchenbildung dauern typischerweise 3–4 Wochen nach Keimung. In dieser Zeit ist der Keim auf Boden-N und eine eventuell applizierte Startergabe angewiesen.
Starter-N: Das Voranodulations-Zeitfenster
Alexandrinerklee zeigt eine messbare Wachstumsreaktion auf bescheidene Startergaben während seiner kurzen Vorknöllchenphase. Helios et al. (2017) dokumentierten eine positive Wachstumsreaktion auf Startergaben bis 30 kg N/ha, zurückführend auf verstärkte frühe Vegetationsentwicklung vor effektiver Knöllchenbildung.
Praxisregel: Auf Böden mit Nmin < 20 kg N/ha (0–30 cm) ist eine Startergabe von 15–30 kg N/ha zur Aussaat gerechtfertigt. Auf Böden mit ausreichendem Nmin ist keine Startergabe erforderlich.
Folgefrucht-N
Eingearbeiteter Alexandrinerklee kann 30–60 kg N/ha-Äquivalent an die Folgefrucht Winter-getreide abgeben.
Fazit
Alexandrinerklee ist eine der wenigen Leguminosenkulturen, bei der eine kleine Starter-N-Gabe auf Niedrig-N-Böden agronomisch sinnvoll sein kann. Entscheidend ist die Beschränkung auf das Vorknöllchenbildungsfenster.
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